Kinder pflanzen selber Gemüse an

 


Für die Kleinen ist es das Größte: Mit den Händen in der Erde buddeln und Setzlinge eingraben. Und dabei lernen sie mit viel Spaß eine ganze Menge. Zu engagierten Mini-Gärtnern wurden in diesem Jahr wieder rund 10 Kinder der Kita der Ev.-luth. Jona-Kirchengemeinde am Elmweg. Denn sie pflanzen bereits im dritten Jahr in Folge erneut ihr eigenes Gemüse an. Mit Rat und Tat unterstützt sie dabei wie 2018 Mitarbeiterin Laura Ingrassia vom E-Center Köhler. Kaufmann Thomas Köhler ist nämlich Pate des Projekts „Gemüsebeete für Kids“ der EDEKA Stiftung.

Kohlrabi, Salat, Gurken, Radieschen und Mangold – kleine Hände pflanzen die zarten Setzlinge ein und drücken vorsichtig die Erde fest. „Deine Pflanzen brauchen Dich“, erklärt das Team der EDEKA Stiftung den Mini-Gärtnern und gibt Tipps für die richtige Pflege: „Immer schön Gießen, aber nicht zu viel, sonst ertrinken die Pflänzchen.“

Unterstützung bekommen die Kleinen dabei von Laura Ingrassia, die in diesem Jahr den Kitas bei Bepflanzung des Hochbeets Hochbeetes vor Ort hilft. „Das Besondere der Aktion ist, dass die Kinder einen besseren Bezug zum Thema Gemüse bekommen, das praktische Anpflanzen erleben, sehen, was die Pflanzen an Pflege brauchen, und auf spielerische Weise lernen, dafür Verantwortung zu übernehmen“, so die E-Center-Mitarbeiterin. „Die Kinder hatten viel Spaß mit den Händen in der Erde zu buddeln und sind voller Vorfreude auf die Ernte. Da werde ich dann auf jeden Fall wieder dabei sein.“


Interview: „Viele Kinder haben zuhause keinen Garten“

Frau Elke Sebesse, Sie sind Erzieherin und betreuen das Projekt „Gemüsebeete für Kids“. Was ist das Besondere daran?

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir viele Kinder in unserem Einzugsgebiet haben, die zuhause keinen eigenen Garten haben. Dementsprechend können sie das Pflanzen und Wachsend von Pflanzen, die man essen kann, nicht erleben. Genau das setzt das Programm an: Hier haben die Kinder die Möglichkeit, selbst in einem Beet aktiv zu werden.

Was nehmen die Kinder aus pädagogischer Sicht mit?

Sie lernen, dass die Pflanzen als kleine Setzlinge in die Erde gebracht werden und dass diese wachsen, wenn wir darauf Acht geben. Das heißt, wir müssen, dass nicht zu viele Schnecken im Beet sind und es regelmäßig gepflegt werden muss. Die wichtigste Erfahrung ist, dass die Sachen besser schmecken, wenn man sich selbst darum gekümmert hat. Das Beet ist jeden Tag Thema bei den Kindern, es gibt schließlich viel zu entdecken.

Wie ist die Pflege des Beetes geregelt?

Da denken die Kinder ganz von alleine dran und kümmern sich gerne ums tägliche Gießen mit den von der EDEKA gesponserten Gießkannen. Wir Erzieher sind aber immer mit dabei und helfen, wenn es nötig ist. Wenn zwischendurch ein Gemüse reif ist, ernten die Kinder das von alleine und bringen es unserer Kita-Köchin, die das ganze dann verarbeitet und den Kindern serviert.

Wäre das Beet-Projekt ohne die Patenschaft vom E-Center Köhler möglich?

Klar, aber es wäre mit mehr Kosten und zeitlicher Aufwand verbunden. So kommt jedes Jahr das E-Center Köhler zusammen mit der EDEKA Stiftung vorbei und kümmert sich um alles – das ist viel praktischer! Daraus ist eine tolle Kooperation gewachsen, wir gehen jetzt ins dritte Jahr. Das Projekt ist rundum spitze!