„Veggi“-Kost von Vega-Frost


Nach der Gründung 1997 galt die Firma Vega-Frost mit ihren tiefgekühlten Produkten lange Zeit als „Exot“ auf dem Markt vegetarischer und veganer Produkte. Fast 20 Jahre später ist das von Bernd und Gerda Pallaschke in Dümmer gegründete Unternehmen trotz steigender Konkurrenz ein stetig wachsender, etablierter und erfahrener Anbieter auf diesem Segment. Vega-Frost vertreibt rund 35 verschiedene Produkte, wie beispielsweise Schnitzel, Nuggets, Krümelhack oder Aufschnitt – die eine Hälfte vegan, die andere vegetarisch. Die Ware importiert das Unternehmen von Herstellern aus Ländern wie Niederlande, England, Schweden und Südafrika. In dem firmeneigenen Gefrierhaus mit Platz für 45 Euro-Paletten werden die Produkte in handlichere Portionen abgepackt.

Auf Geschmack und Qualität kommt es an

Das Geschäftsführer-Ehepaar Pallaschke stellt allerhöchste Ansprüche in Sachen Qualität und Geschmack an seine Produkte. „Meine Frau und ich haben alle unsere Produkte mit Sorgfalt gesichtet und mehrmals verkostet. Ebenso wie unsere drei Mitarbeiter“, erklärt Bernd Pallaschke. Warum er überzeugter Vegetarier ist – siehe Kasten. Vega-Frost geht bei der Qualitätskontrolle noch einen Schritt weiter und führt eigene Untersuchungen an den Lebenmitteln durch. Dabei wird geprüft, ob die Produkte gesundheitsgefährdende Stoffe beinhalten und ob sie frei von Gentechnik sind. „Da gehen wir lieber auf Nummer sicher, das ist es uns einfach wert“, so Pallaschke.

Tiefkühl hält länger frisch und ist praktisch

Doch warum Tiefkühl? „Frischer geht es einfach nicht. Für den Kunden ist es interessant, weil die tiefgekühlten Produkte eine perfekte Ergänzung zu frischen Produkten darstellen und sehr praktisch sind“, zählt Pallaschke die Vorteile auf. Die schockgefrostete Ware verdirbt nicht und ist wesentlich länger haltbar. Und so landet am Ende auch weniger im Mülleimer!

Vega-Frost

Vier Gründe, warum Vega-Frost nur vegane und vegetarische Produkte vertreibt:

Lösungen für den Welthunger

66 Prozent der eisfreien Erdfläche wird als Viehweide oder zur Erzeugung von Futtermitteln gebraucht. Wenn ein Großteil dieser Ackerflächen für die menschliche Ernährung genutzt würde, wie beispielsweise den Anbau von Getreide, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten, wären Hungersnöte auf dieser Welt kein Thema mehr.

Mehr Gesundheit

Zahlreiche Studien zeigen, dass Fleischgenuss das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Diabetes erhöht. Eine sechs bis sieben Jahre höhere Lebenserwartung verdanken die Vegetarier nicht nur dem Vermeiden von Fleisch. Vielmehr kommt es auf die Vielfalt aus Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten und Nüssen an.

Mehr Klimaschutz

Den wenigsten ist bewusst, dass sie mit Messer und Gabel das Klima beeinflussen. An vorderster Stelle bei der Erzeugung von Treibhausgasen steht nicht der Verkehr, sondern die Landwirtschaft. Außerdem wird für die Tiermast eine weitere wertvolle Ressource verschwendet: Trinkwasser. Für die Erzeugung von einem Kilogramm Getreide oder Brot werden 1.300 Liter Wasser benötigt, für die gleiche Menge Rindfleisch 15.500 Liter. Und als „Abfallprodukt“ bleiben Unmengen an Gülle übrig, die vielerorts das Grundwasser belasten.

Weniger Leid für Tiere

Die Tierhaltung hat heute mit Bauernhofromantik nicht mehr viel gemein. Eines der fundamentalen Probleme ist, dass die Tiere in der Massentierhaltung nicht mehr als eigenständige Lebewesen angesehen werden. Um immer mehr Fleisch zu liefern, mehr Milch zu geben oder mehr Eier zu legen, werden die Tiere auf hohe Leistung und Ertrag gezüchtet - mit entsprechenden gesundheitlichen Problemen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Tiere in der Nahrungsmittelproduktion nicht artgerecht und unter schlechten Bedingungen gehalten wird.