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EDEKA Köhler, Göttingen, Grone, Blog, Valentinstag, Konsum, Pralinen, Rosen

Valen­tins­tag — zwi­schen Herz­klop­fen und Kon­sum

Wäh­rend die einen den Valen­tins­tag lie­ben und sich schon Tage vor­her auf roman­ti­sche Stun­den zu zweit freu­en, ver­dre­hen die ande­ren genervt die Augen und stem­peln ihn als rei­nen Kom­merz ab. Jedes Jahr am 14. Febru­ar ist es wie­der so weit: Der soge­nann­te „Tag der Lie­be“ sorgt für rote Rosen, herz­för­mi­ge Pra­li­nen. Und hit­zi­ge Dis­kus­sio­nen. Und wie so oft liegt die Wahr­heit wohl irgend­wo zwi­schen Herz und Geld­beu­tel.

Ein Blick auf aktu­el­le Zah­len zeigt, wie ambi­va­lent das Ver­hält­nis der Deut­schen zum Valen­tins­tag ist. Im Jahr 2025 spra­chen laut Umfra­gen mehr als 40 Pro­zent der Befrag­ten in Deutsch­land dem Valen­tins­tag über­haupt kei­ne Bedeu­tung zu. Gleich­zei­tig plan­ten immer­hin rund 25 Pro­zent, ihrer Part­ne­rin oder ihrem Part­ner am 14. Febru­ar mit einem Geschenk eine Freu­de zu machen. Ganz vor­ne auf der Beliebt­heits­ska­la: Lebens­mit­tel sowie Blu­men und Pflan­zen. Klas­si­ker also. Und das nicht ohne Grund.

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Woher kommt der Valen­tins­tag eigent­lich?

Der Valen­tins­tag ist deut­lich älter als jede Mar­ke­ting­kam­pa­gne. Sei­nen Ursprung hat er ver­mut­lich in der katho­li­schen Kir­che. Der 14. Febru­ar war ursprüng­lich ein Gedenk­tag an den hei­li­gen Valen­tin und wur­de bereits im Jahr 469 von Papst Gel­asi­us I. ein­ge­führt. His­to­risch gesi­chert ist das Leben des hei­li­gen Valen­tin aller­dings nur lücken­haft, wes­halb der Gedenk­tag 1969 auf­grund man­geln­der Bewei­se wie­der aus dem kirch­li­chen Kalen­der gestri­chen wur­de.

Ganz ver­schwun­den ist der Valen­tins­tag seit­dem jedoch nicht. Im Gegen­teil: Inspi­riert von Eng­land und den USA ver­brei­te­ten sich die Bräu­che rund um den 14. Febru­ar ab etwa 1950 im deutsch­spra­chi­gen Raum. Einen erheb­li­chen Anteil an sei­ner heu­ti­gen Popu­la­ri­tät hat­te dabei die geziel­te Wer­bung der Flo­ris­tik- und Süß­wa­ren­in­dus­trie. Aus einem kirch­li­chen Gedenk­tag wur­de Schritt für Schritt ein welt­wei­tes Ereig­nis. Wenn auch mit sehr unter­schied­li­chen Tra­di­tio­nen von Land zu Land.

Zwi­schen Lie­be und Mar­ke­ting­ma­sche

Für vie­le Deut­sche bleibt der Valen­tins­tag trotz­dem ein Tag wie jeder ande­re. Wich­tig ist er nur für knapp ein Drit­tel der Bevöl­ke­rung. Beson­ders kri­tisch sehen ihn Sin­gles: In einer Umfra­ge der Online-Dating-Platt­form Par­ship gaben 38 Pro­zent der befrag­ten Sin­gles an, dass der Valen­tins­tag für sie ledig­lich eine Mar­ke­ting­ma­sche der Unter­neh­men sei und kei­nen per­sön­li­chen Wert habe. Häu­fig genann­te Grün­de gegen das Fei­ern sind die star­ke Kom­mer­zia­li­sie­rung des Tages sowie die Über­zeu­gung, dass man kei­nen fest­ge­leg­ten Ter­min braucht, um Zunei­gung zu zei­gen oder Geschen­ke zu machen. Die­se Kri­tik ist nicht ganz von der Hand zu wei­sen. Kaum ein ande­rer Tag im Jahr ist so klar durch­ge­tak­tet: Wochen vor­her fül­len sich die Rega­le mit roten Ver­pa­ckun­gen, Herz­chen-Designs und Son­der­edi­tio­nen. Lie­be scheint plötz­lich eine Far­be, eine Form und einen Preis zu haben.

Ob Rose oder Pra­li­nen: Haupt­sa­che Lie­be!

Und doch: Trotz aller Skep­sis steigt rund um den 14. Febru­ar die Nach­fra­ge – vor allem in der Flo­ris­tik und in der Süß­wa­ren­in­dus­trie – jedes Jahr spür­bar an. Die Deut­schen mögen dem Valen­tins­tag viel­leicht kei­ne gro­ße ideel­le Bedeu­tung zuschrei­ben, aber ein klei­ner Blu­men­gruß oder eine Schach­tel Pra­li­nen dür­fen es dann doch sein. Die Mehr­heit der Fei­ern­den kauft Geschen­ke im Wert von 10 bis 50 Euro. Kei­ne gro­ßen Luxus­aus­ga­ben, son­dern über­schau­ba­re Ges­ten.

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Paa­re gestal­ten den Tag dabei ganz unter­schied­lich. Man­che ver­brin­gen einen roman­ti­schen Abend zu Hau­se, ande­re gehen essen oder gön­nen sich sogar einen Kurz­trip. Für vie­le sind es gera­de die klei­nen Auf­merk­sam­kei­ten, die zäh­len: Blu­men, Scho­ko­la­de oder ein lie­be­voll aus­ge­wähl­tes Lebens­mit­tel, das man gemein­sam genießt.

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