Nach den Feiertagen sehnen sich viele nach einer Küche, die den Körper wieder ins Gleichgewicht bringt: warm, leicht, nährend. Ohne dabei langweilig zu sein. Die Winterküche hat dafür jede Menge zu bieten. Suppen, Eintöpfe und Ofengerichte sind nicht nur echte Seelentröster, sondern liefern auch ernährungsphysiologisch wertvolle Bausteine. Schließlich ist der Frühling noch einigermaßen fern und der ein oder andere dunkle, nasse Wintertag möchte gerne noch kulinarisch angemessen begleitet werden. Und zwar wohltuend und nährstoffreich.
Suppe, Eintopf oder heiß aus dem Ofen?
Suppen sind nach üppigen Festessen oft der perfekte Neustart. Sie sind leicht verdaulich, spenden Flüssigkeit und lassen sich wunderbar nährstoffreich gestalten. Zum Beispiel eine Karotten-Ingwer-Suppe. Sie wärmt durch den Ingwer, während Karotten reich an Beta-Carotin sind, einer Vorstufe von Vitamin A, das wichtig für Haut und Immunsystem ist. Durch das Pürieren bleiben die Ballaststoffe erhalten, was die Verdauung sanft unterstützt. Auch Linsensuppen punkten nach den Feiertagen: Sie liefern pflanzliches Eiweiß, Eisen und komplexe Kohlenhydrate, die lange sättigen und den Blutzuckerspiegel stabil halten.
Eintöpfe sind ebenfalls echte Klassiker der Winterküche und das aus gutem Grund. Durch das langsame Köcheln verbinden sich Aromen, und viele Nährstoffe bleiben im Kochwasser erhalten. Ein Gemüse-Kichererbsen-Eintopf beispielsweise kombiniert Ballaststoffe, pflanzliches Protein und wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Zink. Gewürze wie Kreuzkümmel oder Paprika unterstützen zusätzlich die Verdauung und geben Tiefe im Geschmack. Eintöpfe sind außerdem ideal, um saisonales Gemüse wie Kohl, Lauch oder Sellerie zu verwenden. Allesamt reich an sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmend wirken können.

Die Formel für Ofengerichte, die kulinarisch einheizen, ist denkbar einfach: wenig Aufwand, viel Geschmack und eine besonders schonende Zubereitung garantieren ein Nährwertplus. Im Ofen gegartes Wurzelgemüse zum Beispiel mit Kräutern liefert komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die lange Energie geben. Durch das Rösten entstehen Röstaromen, ganz ohne schwere Saucen. Kombiniert mit einer Eiweißquelle wie Feta, Hülsenfrüchten oder Fisch entsteht eine ausgewogene Mahlzeit.
Einheizen im Praxistest: Zwei wärmende Rezepte zum Nachkochen!
Gönnen Sie sich doch einfach mal eine cremige Linsen-Gemüsesuppe. Für zwei bis drei Portionen benötigen Sie:
- 150 g rote Linsen
- 1 Zwiebel
- 2 Karotten
- 1 kleine Süßkartoffel
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Currypulver
- 800 ml Gemüsebrühe
- Salz und Pfeffer
- Zitronensaft nach Gusto

Die Zwiebel wird geschält und fein gehackt, während Karotten und Süßkartoffel in kleine Würfel geschnitten werden. Anschließend erhitzt man das Olivenöl in einem Topf und dünstet die Zwiebel darin glasig. Danach kommen das vorbereitete Gemüse und das Currypulver hinzu und werden kurz angeröstet, damit sich die Aromen entfalten. Nun gibt man die Linsen sowie die Gemüsebrühe dazu und lässt alles etwa 15 Minuten sanft köcheln, bis die Zutaten weich sind. Zum Schluss wird die Suppe püriert und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abgeschmeckt.
Oder haben Sie eher Lust auf einen kulinarischen Kracher aus dem Ofen? Zum Beispiel Wurzelgemüse mit Kräuterjoghurt. Für zwei Portionen benötigen Sie:
- 2 Karotten
- 1 Pastinake
- 1 kleine Rote Bete
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneten Thymian und/oder Rosmarin
- Salz und Pfeffer
Für den Dip:
- 150 g Naturjoghurt
- 1 TL Zitronensaft
- Salz
- frische Kräuter (z.B. Petersilie)

Zunächst wird der Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Währenddessen schält man das Gemüse, schneidet es in Spalten und mischt es gründlich mit Olivenöl, Kräutern, Salz und Pfeffer. Anschließend wird das Gemüse auf einem Backblech verteilt und für etwa 30–35 Minuten im Ofen geröstet, bis es weich ist und eine goldbraune Farbe angenommen hat. In der Zwischenzeit verrührt man den Joghurt mit Zitronensaft, Salz und fein gehackten Kräutern zu einem cremigen Dip. Zum Servieren wird das ofengeröstete Gemüse mit dem Kräuterjoghurt angerichtet.